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Scheiß Schweizer! Zuerst Steueroase – nun Nazi-Paradies!

29. November 2009

Die glauben ja alles im Alleingang machen zu müssen. Aber so funktioniert Demokratie nun mal nicht! Zwar waren bei der Abstimmung zwei Wahlmöglichkeiten erlaubt, doch gestattet war den Eidgenossen nur eine. Und anstatt sich angemessen zu verhalten, machen die einfach was die wollen. Drecksäcke! Selber Schuld, dass sich die Medien nun mit völlig durchgeknallten Horrorszenarien aller Art überschlagen: „Schweizer in den braunen Fängen“ usw.

Irgendwie stinkt Demokratie! Aber wartet nur – die Alpenesen bekommen wir schon klein! „Die Zeit“ hat es erkannt: „Es ist ein schwarzer Tag“. War das so schwer oder sind die Schweizer vielleicht einfach zu blöde?! Wir alle sind die ganze Zeit damit beschäftigt uns bei den Muslimen anzubiedern und die wollen hier einen auf originell machen oder wie sollen wir das verstehen?! Freie Meinungsäußerung und so. Alles Faschos – Rechtspopulisten!

Stellt euch vor: Es ist „2012“, die Welt geht unter, aber nur die Kaaba in Saudistan, die bleibt stehen. Roland Emmerich hat es doch vorgemacht! Religionen kann man respektieren oder nicht, das ist die Sache jedes einzelnen – aber beim Islam da hört der Spaß verdammt noch mal auf! Habt ihrs eigentlich alle vergessen, Van Gogh wurde abgestochen als er diese Frauenmoslems und ihre Probleme unter der Ägide der Sharia thematisierte. Karikaturenstreit, der abgeschlagene Mohammed-Kopf in Idomeneo, geht’s eigentlich noch? Idioten!

Die westlichen Medien und Regierungschefs sind schon alle auf einer Linie. Selbst der gute George Bush wagte es nicht den Islam mit dem Islamismus gleichzusetzen! Er konnte beide sehr gut voneinander trennen, als er die Länder im mittleren und nahen Osten mit Bomben bedeckte („Das Gesicht des Terrors ist nicht das wahre Gesicht des Islam. Der Islam ist eine friedliche Religion. Wir kämpfen nicht gegen den Islam.“). Und liest man in den Medien, so kommt es einem so vor, als würde die „pluralistische“ Berichterstattung keine Vielfalt mehr kennen. Einem Auftraggeber oder einem „Wächterrat“ unterliegen, der die Einhaltung der einzig richtigen Linie schützt – das wäre auch noch möglich.

Grundsätzlich kann ja jeder entscheiden wie er will. Ist doch klar! Für den Minarettbau heißt: aufgeschlossen, aufgeklärt, intelligent; gegen ebendiesen heißt nun mal: intolerant, rechtsextrem, faschistisch! Da kann man ja eigentlich nicht so viel falsch machen! Macht das Kreuzchen, wo es hingehört und alle sind glücklich!

„Der Schweizer Wähler will sich gegen Überfremdung wehren. Doch mit dem Minarettverbot verletzt er grob das Menschenrecht auf Religionsfreiheit.“ (Die Zeit); „Die Schweiz wählt die Islam-Angst“; „Schaden für das Ansehen im Ausland“ (Spiegel-online); „Die Zustimmung der Schweizer für ein Bauverbot von Minaretten ist bestätigt: Im Referendum stimmten mehr als 57 Prozent für die Initiative zweier rechtspopulistischer Organisationen.“ (focus.de)

Gleichschaltung? – Pfui! Nazivokabular! Mieseste Verschwörungstheorierei! Und außerdem sind wir uns doch alle einig, dass die Berniaken alle Nazis sind!

Alle wettern nun so emsig gegen die Schweiz. Wobei sie wohl zu vergessen scheinen, dass bei einer demokratischen Abstimmung das demokratische Recht und die freie, demokratische Wahl respektiert werden muss. Aber nichts davon, lustiges „Braune-Keule-Schwinging“ allerorts – wie es sich gehört!

Die übelste Gutmenschmentalität beweist: Die Schweizer – die bekommen wir letztendlich eben doch klein. Zuerst mit dem Bankgeheimnis und nun eben auch mit dem Minarettbau. Ein Beispiel dafür, wenn man es einfach zu gut meinte und den Toleranzgedanken bis zum Äußersten pervertiert. Denn der Europäische Gerichtshof, der wird schon dafür sorgen, wie „spiegel.de“ weiß, dass die Schweizer anschließend dennoch die „richtige“ Entscheidung zu treffen haben werden und die Minarette millionenfach gebaut werden können. Mit der braunen Keule wurde schon so manch härter Fall zur Besinnung geklopft. „Demokratie sei dank!“

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107 Kommentare leave one →
  1. thomas permalink
    30. November 2009 05:51

    alle linken medien zerschlagen.

    euch rote kriegen wir klein

    • Nikita Bondarev permalink
      1. Dezember 2009 23:33

      Demjanjuk vs. Michalski – Viele Tote bringen Quote – https://freidemzen.wordpress.com/2009/12/01/lustiges-morderjagen-%E2%80%93-deutschland-sucht-den-super-schlachter/ – Mein sehr ironischer und sehr überspitzter Artikel zu diesem Thema – der sich mit der medialen „Verwertung“ dieses heiklen Themas auseinandersetzt

      https://freidemzen.wordpress.com

    • kuddels permalink
      4. Dezember 2009 14:00

      neeeeeeeeeeeee,niemals!!!!!!!!!!!!!!!!

    • 8. Dezember 2009 18:58

      wieso werden solche kommentare nicht gelöscht!?

      ich finde ein verbot von minaretten absolut undiskutabel.
      Toleranz bringt mehr als jedes verbot!

      • oisblues permalink
        22. Februar 2010 11:33

        Wenn Sie blond und weiblich sind dann empfehle ich Ihnen, machen Sie doch mal eine Woche Urlaub in Marxloh oder Kreuzberg!

        weil !

        #Toleranz wächst progressiv mit dem Abstand zum Problem#

        und Sie haben anscheinend „noch“ sehr viel Abstand

    • 6. November 2010 16:48

      Halten Sie ihr dummes Maul…. und kümmern sie sich um ihren Schrott… jedes Land mit direkter Demokratie im Westen hätte gleich abgestimmt… Nur haben halt nicht alle Länder derartige Rechte wie in der Schweiz – hier sagt das Volk was läuft und keine Filz-Politik.

      • troja permalink
        28. Januar 2012 19:37

        Ja ja, das sagt der SVP Funktionär. Die SVP hat Propagandaplakate aufgestellt, auf denen Minaretten wie Raketen dargestellt wurden. Hier wurde massivste Manipulation der Wahrnehmung vorgenommen. Von wegen, „hier sagt das Volk was läuft und keine Filz-Politik“! Träum weiter…!

      • Asphalt permalink
        24. Mai 2012 15:24

        Die wenigsten Deutschem mögen den Schweizer. Das ist eine Tatsache! Ich kenne keinen Deutschen der die Schweizer mag oder sympathisch findet. Im Gegenteil. Ein Kollege von mir hat neulich einem Schweizer die Fresse poliert, weil der über die Deutschen her zog.

  2. 30. November 2009 09:25

    Die Mehrheit der Bevölkerung ist gegen den Bau von Minaretten (jaja, es gingen ja nicht alle wählen, trotzdem). Aber der Bundesrat scheint mir nun wie auch schon Herr von Guttenberg damals bei den Kinderporno-Sperren „sehr betroffen“. Ist ja schon furchtbar was das doofe Volk da entschieden hat – kann man nicht ein neues Volk wählen?

    Ist auch immer toll: weltoffen und tolerant ist automatisch modern und immer gut, nationales denken zum Schutz der eigenen Werte ist automatisch schlecht und ganz ganz böse.

    Sind die Menschen in Kärnten auch alle Nazis? Oder in Tadschikistan (einem überwiegend islamischen Land)? Auch dort ist der Bau von Minaretten verboten.

    • Oli permalink
      30. November 2009 22:33

      Ob die Menschen in Kärnten alle Nazis sind?

      ==> Klar! Liest du keine Zeitung? Wieviele Wählerstimmen haben denn die ÖVP und BZÖ aus Kernten bekommen und wieviele Menschen hat Haiders tot in Kärnten mobilisieren können? Die denken sogar immer noch darüber nach, Statuen für diesen Rassisten zu errichten!

      Von Tadschikistan und den allg. Problemen um den Golf herum scheinst du selber nicht viel Ahnung zu haben, sonst würdest du nicht derart schwachsinnige Vergleiche aufstellen!

      • Nikita Bondarev permalink
        30. November 2009 23:05

        Häh? – Tadschikistan? – wurde nicht einmal erwähnt! Dieses Land liegt an keinem Golf (oder meintest du Golfpaltz? ;-)) ich weiß es wirklich – ich wurde da in der Nähe zufälligerweise geboren.

        Ich würde dir nahe legen meinen! Artikel wirklich! zu lesen und anschließend einen weiteren fachkundigen 😉 Kommentar zu hinterlassen – ich freue mich!

        Nikita

      • 1. Dezember 2009 10:25

        Also alle Haider-Anhänger sind Nazis? Dann sind alle Linken vermutlich Bolschewisten? Denkst du immer in schwarz/weiss?

        Und warum habe ich keine Ahnung von den Problemen um den „Golf“ herum, woraus leitest du das ab?

        Es ist immer einfach polemische „Argumente“ in ein Kommentarfeld reinzutippen; vermutlich einfacher als sich wirklich selber Gedanken zu einem Thema zu machen.

      • Oli permalink
        1. Dezember 2009 10:55

        Liebster Nikita, mein Kommentar war eine Antwort auf Isleys Kommentar. Tadschikistan wurde erwähnt von Isley, und ich hatte geschrieben „UM DEN Golf herum“. Danke für deine Einsicht.

      • Nikita Bondarev permalink
        1. Dezember 2009 14:53

        Da wird aber ein „wenig“ nach dem Schema schwarz/weiß argumentiert – nein! Nicht alle Anhänger Haiders sind per se Nazis! Auch seine Politik/Aussagen sind differenzierter zu betrachten und zu bewerten…
        Auch darf man den Islam kritischer behandeln als es die Medien tun (Karikaturenstreit/Emmerich)! Es sind ja doch bereits alle beinah „tollwütige“ „hardcore“ Toleranzler – deshalb brauchst du dich darum nicht zu fürchten – ich finde es aber wesentlich interessanter sich mit allem und jedem! kritischer und wesentlich vielseitiger auseinander zusetzten als lediglich nach Schema gut/böse – und auch andere Meinungen zu respektieren, dass müssen wohl alle selbsternannten „Anti-Nazis“ wohl noch lernen…

        Liebster Oli, welchen Golf aber meintest du denn genau – wenn ich fragen darf? Nichts zu danken…

    • Oli permalink
      1. Dezember 2009 10:42

      ich bitte dich Isley. Wer nach diesen eindeutigen Debatten und Aussagen Haiders keine Fremdenfeindlichkeit erkennt ist entweder

      ..ignorant,
      ..hat keine wirkliche Ahnung, was Fremdenfeindlichkeit genau bedeutet,
      ..denkt man muss eine Glatze und Springerstiefel anhaben, um ein „Nazi“ sein zu können,
      ..beschönigt, verharmlost bewusst (!) die Situation um seine eigene Realität der Gesellschaft aufzudrücken,
      ..oder einfach nur zu dumm um das zu verstehen (ich würde diesen Punkt aber bei dir ausschließen um ehrlich zu sein – einer der anderen Punkte sollte aber zutreffen) 😉

      Dein Name ist übrigens auch kein „solider“ deutscher Name. Kategorisch gegen den Islam sein, weil es einen nicht betrifft, aber wenn ein genereller und unbegründeter Hass gegenüber deine Herkunft geschürt werden würde, wärst du wahrscheinlich der erste der auch wieder hier postet… dann allerdings mit anderen Meinung.

  3. 30. November 2009 10:19

    Scheiß Schweizer ist übertrieben, scheiß Rechtspopulisten!

  4. normanno del sud permalink
    30. November 2009 10:24

    rossi d merda!

  5. 30. November 2009 10:35

    Alles was rechts ist, ist automatisch „populistisch“. Linke sind automatisch immer auf der richtigen Seite. Danke für die Darstellung eures tollen Demokratieverständnisses.

    • 30. November 2009 11:08

      „Alles was rechts ist, ist automatisch „populistisch“. Linke sind automatisch immer auf der richtigen Seite.“

      Linkes Gedankengut dient aber faktisch mehr der Gesellschaft als rechtes. Linke Ideale sind besser geeignet ein miteinander Leben zu realisieren, als ein nebeneinander Leben. Außerdem ist die Minarett Initiative ein Bilderbuchbeispiel für sehr weit rechten Populismus. Natürlich gibt es auch linken Populismus, gar keine Frage.

      • 30. November 2009 11:26

        Linkes Gedankengut dient der Gesellschaft mehr? Warum? Würden dass die Menschen auch noch sagen, welche unter Stalin umgekommen sind? Oder wenn linke Chaoten die Autos von „Kapitalisten“ anzünden?

        Nein, links ist nicht besser, rechts ist auch nicht besser. Die richtige Mischung macht es.

  6. 30. November 2009 12:11

    Lieber Nikita

    mit Satire und beleidigenden Kommentaren, und falsch verstandener Ironie, kommen wir auch nicht weiter. Weder sind die Schweizer, „Scheiss Schweizer“ noch sind die Muslime in irgend einer Weise negativ zu benennen. Es ist eine Tatsache, dass der Islam militant auftritt und immer Versucht uns Menschen in der Westlichen Welt einzuschüchtern. Dieses Problem ist nicht nur unser Problem. Wenn Du eine Ahnung von Zen hast weist Du, dass wir im Zen lernen die Probleme, welche wir haben zu benennen, und dann versuchen, die Probleme welche da auftauchen auch zu lösen und so zu akzeptieren wie es in diesem Augenblick eben ist. Es ist nun mal so; “ die Schweiz hat so und nicht anders Entschieden und dies gilt für alle beteiligten Seiten und alle müssen jetzt das beste daraus zu machen. Was in der Schweiz geschieht, dass geschieht genau so in ganz Europa. Nur die kleinen Schweizer haben sich, wieder einmal, für einen anderen Weg entschieden und ganz Europa regt sich darüber auf. Die Schweizer waren schon immer Konservativer als andere Länder, die Schweiz war und ist immer auch Weg weisend, hätten wir 1291 einfach die Macht des damaligen Kaiser einfach hingenommen, gäbe es die Schweiz heute gar nicht. Zu Deinem ungerechtfertigten Vergleich mit den Nazis, liegst Du schon meilenweit daneben, auch wenn die Schweiz im Grunde genommen ein Konservatives Land ist und einiges länger dauert, als in anderen Länder, ist die Schweiz, das Land wo die Menschen, so ziemlich, die grösste Freiheit auf der ganzen Welt geniessen. Das beweist nur schon die Einwanderungen aus all diesen Totalitären Statten. Aber auch eine Schweiz kommt ohne Regeln nicht aus und wenn ein Teil der eingewanderten diese Regeln nicht einhalten wollen, da gibt es dann halt solche Initiativen. Es wäre schön wenn der Rest der Europäer, auch etwas mehr Mut zeigen würden und diese Dinge mehr zu benennen wagen würden. Aber möglicherweise seid ihr ja so in der Minderheit, dass ihr diese Freiheit gar nicht mehr habt. Freiheit funktioniert nur in Gegenseitiger Anerkennung und Respekt ohne irgend einen anders Denkenden zu beleidigen oder beeinflussen zu müssen. Ich wünsche mir für Dich, dass Du Dir, meine Gedanken in Ruhe durch denkst und Deine Einstellung zu Deinen Mitmenschen um 180 Grad ändern würdest. Was Du da oben schreibst bringt uns in der ganzen Diskussion keinen Schritt weiter. Es wäre auch gut wenn Du die Grundlagen des Zens wieder einmal studieren würdest, das ist nämlich durch die Lehre Buddhas, eine Lehre der Liebe. Ich wünsche Dir etwas mehr Weisheit und Liebe und in Zukunft eine bessere Wortwahl.
    Liebe Grüsse zentao
    diesen Kommentar wird im Blog zentao http://zentao.wordpress.com/ als Beitrag errscheinen

  7. EWA permalink
    30. November 2009 16:55

    Ich habe heute meinen Ski-Urlaub in der Schweiz storniert. Bei Ramon Schack gibt es mal wieder einen guten Artikel zur Thematik:

    http://ramonschack.wordpress.com/2009/11/30/minirocke-mc-donalds-minarette-volksabstimmung-schweiz-verbietet-bau-von-minaretten/

    • max permalink
      2. Dezember 2009 15:35

      Danke!

    • Ezeciel permalink
      9. Dezember 2009 01:31

      Dankeschön EWA! Ich habe jetzt einen SkiUrlaub in der Schweiz gebucht. Vielleicht bin ich jetzt an deiner Stelle auf den Skiern hangabwärts.

      Viel Spass in Istanbul mit Kopftuch und Minarett(Phallus)!

      Ich mach’s nach dem Après Ski!

  8. feydbraybrook permalink
    30. November 2009 17:19

    Nein, eben nicht die Mehrheit der Schweizer denkt so, sondern 57 % der Abstimmenden. Da die Wahlbeteiligung bei 54 % lag, macht das unterm Strich also 31 %.

    Mir gibt also viel mehr zu denken, daß es aufgrund der 46 %, die zuhause geblieben sind, den besagten 31 % möglich war, die Verfassung zu ändern.

    http://feydbraybrook.wordpress.com/2009/11/29/schweizer-referendum-nein-zu-minaretten/

  9. 30. November 2009 20:56

    Du bist ja lustig, beschimpfst mein Land und willst dann in meinem Blog Werbung für dich machen….

    • Nikita Bondarev permalink
      30. November 2009 23:06

      Beschimpfen? Das war Satire!

      Nikita

  10. genussdenker permalink
    1. Dezember 2009 04:04

    Was wird da doch alles hineininterpretiert.
    Es ging uns schweizer Bürger darum, ob das künftige Bauen von Minaretten erlaubt sein soll oder nicht. Nicht mehr und nicht weniger.
    Der Schweiz Intolleranz vorzuwerfen, gar Populismus, ist einfach Fehl am Platz und absurd.
    Zudem haben wir traditionell ein besonderes Verhältnis zur Religion welches die ganze Bandbreite zwischen ausserordentlich liberal bis zu sich verbündenen Erzkonservatisten abdeckt. Und wir reden nicht nur ausgiebig (wie es auch anderswo der Fall ist) darüber, sondern wir bestimmen auch noch selber. Und damit übernhemen wir gleichzeitig auch die Verantwortung.

    Politiker aus aller Welt die nun die Mündigkeit der schwizer Bürger anzweiflen, sollen sich bewusst sein, das Mündigkeit eben auch Sachfragen und nicht nur Personenwahlen meint. Demokratisch gewählte Politiker welche nun die Mündigkeit wählender Bürger anzweiflen? Sollen solche doch gleich abgewählt werden!
    Ich frage mich da, was für ein Verständnis von Demokratie besteht. Und es erinnert an die Abstimmung zur Europa-Verfasung in Irland nach der Europa-Politiker die Entscheidung der Iren einfach abtaten und öffentlich sogar übergehen wollten.
    Ein mündiger Bürger entscheidet halt auch mal gegen seine Regierung, sofern er es will. Eine Verantwortung der direkten Demokratie die Fehlentscheidungen nicht ausschliesst. Denn Demokratie heisst ja nicht = richtig. Aber sie heisst = vom Bürger so gewollt.

    Ähnlich ist’s doch auch um das erwähnte Bankgeheimnis. Parallell zur vorgestrigen Abstimmung entschieden wir in einer Sache in offensichtlicher Doppelmoral (Kriegsmaterialaufuhr). Und ebenso wie bezüglich der Banken sind wir uns diese Doppelmoral durchaus bewusst. Aber sich dies nicht bewusst waren wohl al diejenigen Staatspolitiker die ihr Mund gross autaten und gegen das Ch-Bankgeheimniss wetterten. Ausgerechnet solche haben nun selber Skandale am Hals, ausgerechnet solche müssen sich nun selber aufgrund Doppelmoral verantworten. Und was verändert sich? Ausser ein paar Detail-Regelungen im Bankenwesen nichts.

    Es ist doch traurig, wenn nicht gleich ein Armutszeugniss, wie sich solche Politiker vor ihren eigenen Bürgern aus dem Fenster lehnen.

    Und wie Doppelmoral, Demokratie, so betrifft es auch das Verständnis über Toleranz. Toleranz heisst eben nicht einfach alles zulassen! Und Toleranz findet nicht nur strukturell statt, sondern eben auch in all den einzelnen Begegnungen zwischen Menschen. Ohne eine gewisse Dialektik in der Auseinandersetzung und des Austausches wäre ja Toleranz auch gar nicht möglich.
    Wir Schweizer sagten uns halt auch : wenn so viele musilimische Einwanderer zu uns kommen, wollen sie eben zu uns. Und nicht das Selbe antreffen wie zu Hause. Also können ihnen Minarette auch gar nicht so wichtig sein. Bisherige 4 Minarette auf 400’000 Muslime zeugt nicht davon, dass sich dieser Teil der Bevölkerung Zustände wünscht wie in der Heimat.

    Gruss aus Zürich

    • Z wie Zonk permalink*
      1. Dezember 2009 16:04

      Meine Zustimmung; die Front, die sich jetzt gegen die Schweiz auftut, erinnert an die Zeit nach der Abstimmung in Irland.
      Wie Du richtig sagst, Demokratie ist nicht gleich richtig. Rechtsstaat und Demokratie sind nicht dasselbe, aber am schönsten ist ein Staat, der beides ist.

      Lieben Gruß (man bemerke die unterschiedliche Schreibweise ;)) aus Deutschland, Z wie Zonk

    • 4. Dezember 2009 15:14

      genussdenker, dein letzter Absatz ist verräterisch: Überlass den Moslems doch einfach selbst, ob sie ein Minarett wollen oder nicht. Und rede besser MIT den Moslems als nur ÜBER sie.

    • HerrSocke permalink
      8. Dezember 2009 04:16

      —>Bisherige 4 Minarette auf 400′000 Muslime zeugt nicht davon, dass sich dieser Teil der Bevölkerung Zustände wünscht wie in der Heimat.<—

      weiss es nicht wirklich, denke aber, dass dies eher mit irgendwelchen Bauvorschriften oder ähnlichem zu tun hat….

  11. Schweizer permalink
    1. Dezember 2009 15:39

    Das ist eine Ungeheuerlichkeit! Sie Dreckwerfer müssen den Schweizern bestimmt nichts über die Demokratie erzählen – die Schweiz ist die älteste noch existierende auf der Welt! Nirgendwo sonst besitzt das Volk soviele Rechte und Freiheiten wie in der Schweiz. Volksinitiativen und Volksabstimmungen gehören zur direkten Demokratie und Demokratie, das ist „Volksherrschaft“ und nicht linke Unterdrückung – Sie scheinen da einigen Missverständnissen aufgesessen zu sein!

    Dass Sie die Demokratie nicht akzeptieren können, das zeigen Ihre verbalen Ergüsse hier, die von tiefem Undemokratismus und Vertretung von totalitären Werten zeugen.

    Schämen Sie sich!

    • Z wie Zonk permalink*
      1. Dezember 2009 15:56

      So, erstmal die frischgezapfte Milch trinken und was von der leckeren Schoggi essen, und so das Mütchen kühlen. 😉
      Wer kann denn mit Dreckwerfer gemeint sein? Der Autor dieses Artikels sicher nicht, denn der Artikel behandelt (in parodistischer Weise) die Nichtbeachtung der Souveränität einer demokratischen Entscheidung, geht also gegen die Dreckwerfer vor.

      Lieber Gruß aus Deutschland, Z wie Zonk

    • Nikita Bondarev permalink
      1. Dezember 2009 16:03

      Liebster Schweizer,

      es handelt sich um einen ironischen Artikel – die Ironie ist ein literarisches Mittel – wikipedia: „Die Ironie (griechisch εἰρωνεία eironeía, wörtlich „Verstellung, Vortäuschung“) ist eine Äußerung, welche – meist unausgesprochene – Erwartungen aufdeckt, indem zum Schein das Gegenteil behauptet wird.“

      Ich setze mich in dem Artikel mit der einseitigen medialen „Verwertung“ dieses Themas auseinander.

      Ich bitte dich meinen Artikel erneut und unter diesem Aspekt gründlich zu lesen – Ironie!

      Ich freue mich auf weitere so fachkundige Kommentare von dir!

      Gruß

      Nikita

    • 1. Dezember 2009 20:36

      Bravo Bravo Bravo
      ich habe noch versucht dem Nikita einiges zu erklären, was er unter Ironie versteht kommt aus der tiefsten Schublade.
      Liebe Grüsse zentao

  12. 1. Dezember 2009 17:32

    Der Begriff „Gutemnsch“ ist Nazi-Jargon

    • Z wie Zonk permalink*
      1. Dezember 2009 17:53

      Meinst Du wirklich?
      Wenn dem so ist, kann man was dagegen machen. Wir benutzen den Begriff einfach selbst, dann können die Nazis (ich dachte, die wären ’45 fort) ihn nicht mehr für sich allein beanspruchen.
      Übrigens:
      Der Kommentar „Der Begriff „Gutemnsch“ ist Nazi-Jargon“ ist ein Gutmensch-Kommentar. 😛

      Spaß muss sein, Gruß, Z wie Zonk.

  13. 1. Dezember 2009 18:08

    Ich lebe in Berlin – Moabit und wenn sich die Moslems sich in der Schweiz genauso Verhalten wie viele, viele (natürlich nicht alle) sich hier verhalten, dann kann ICH das Ergebnis dieser Abstimmung gut verstehen…

    • Ukhtii permalink
      13. Dezember 2009 12:16

      Müssen etwa die „integrierten“ Muslime darunter leiden, wie sich andere Muslime verhalten? Ich meine, ich selber bin eine Muslima und ich weiß, wie sich einige z.B. in Neukölln verhalten… aber was hat das mit dem Islam zu tun? Sie sagen, es sei der Islam, sie sagen, sie seien Muslime, ABER da muss man sich ehrlich fragen: Was hat der Islam mit deren Praktiken zu tun? Viele von „ihnen“ wissen nicht mal wer ihr Prophet ist -oder ob es überhaupt einen gibt!!! Sie gehen nicht mal in die Moschee und meinen sie wären Muslime… Man muss differenzieren zwischen praktizierenden Muslimen und „Scheinmuslimen“, die nur behaupten, aber die Botschaft des Islam weder erkannt noch verinnerlicht haben….

      Was den Artikel hier betrifft, muss ich sagen, dass ich ein wenig geschockt war bzgl. der Ausdrucksweise… Ein wenig ungewohnt, vor allem, weil ich nie Artikel durchlese die soooo übertrieben revolutionär sind. Ich schließe mich dieser Meinung an, obwohl ich da eher dezent bin.
      lg Ukhtii

  14. 1. Dezember 2009 18:17

    Hier wird zwar eindrucksvoll gezeigt, dass man die, die gegen den Bau von Minaretten sind, nicht über einen Kamm scheren darf, trifftige Argumente gegen den Bau liefert der Text jedoch nicht.

    • 1. Dezember 2009 20:39

      Der Sinn einer Religion ist der Weg nach innen und die Suche nach Gott, wenn einer dazu ein Minarett braucht so wird er Gott nie finden.

      Die ganze Diskussion ist doch absurd ihr verwechselt das Materielle mit dem Glauben. Für eine echten Gläubigen bräuchte es meiner Meinung nach nicht einmal ein Gotteshaus.

      Was bei uns in der Schweiz geschehen ist, ist für uns kein Drama, es war eine Abstimmung und die Mehrheit, derjenigen welche an die Urne gingen, haben gewonnen. Wenn sich das nicht bewährt, kann es durchaus sein dass der Stimmbürger in ein bis zwei Jahren etwas anderes entscheidet.

      Ihr in Europa werdet zu solchen Themen überhaupt nicht befragt, ihr seid in vielen Dingen Unfrei, im Gegensatz zum Schweizerbürger, der auch einmal gegen seine eigene Regierung entscheiden darf.

      In der Schweiz hat, fast immer der Stimmbürger das letzte Wort.

      Liebe Grüsse zentao

    • HerrSocke permalink
      8. Dezember 2009 04:22

      gegen den bau gings ja auch nicht(wirklich)…
      überfremdung, missachtung der frauenrchte(in der schweiz 😉 ) etc., burkas und sonst was,(sogar irgendeine LINKE feministin, googeln hab ich grad keine lust, hat sich „dafür“ eingesetzt…)
      die minarette eigneten sich schlicht als „symbol“

  15. 1. Dezember 2009 19:07

    „Schweizer in den braunen Fängen“ usw.

    Undsoweiter:

    ”Das faschistische Italien verheißt den muslimischen Völkern Frieden, Gerechtigkeit, Wohlstand, Achtung vor den Gesetzen des Profeten, es will der Welt seine Sympathie für den Islam und die Muslime beweisen!”
    – Benito „Duce“ Mussolini

    „(…) 1944 reiste el-Husseini mehrfach nach Bosnien, wo er im Auftrag der SS muslimische Regimenter rekrutierte. Die bosniakische „Waffen-Gebirgs-Division-SS Handschar“ erfreute sich des Wohlwollens Heinrich Himmlers, der sich um die religiöse Erziehung kümmerte.
    In Dresden wurde eine Mullah-Schule der SS eingerichtet.
    Himmler schwärmte von der „weltanschaulichen Verbundenheit“ zwischen dem Nationalsozialimus und dem Islam. …“
    http://www.helmut-zenz.de/hzislam8.html

  16. genussdenker permalink
    1. Dezember 2009 19:15

    @Nikita & Zonk :
    Als ich das erste Mal auf dieses Blog kam, musste ich aufgrund des doch provokanten Artikel-Titels auch zwei Mal hinschauen um die Ironie zu erkennen. Zwar erteilt uns aus dem Ausland viel Lob aber eben viel harrsche Kritik. Und wir fühlen uns auch angesichts der Tatsache dass sich überwiegend populistische Politker aus dem Ausland positiv zu unserer Abstimmung äussern, zusätzlich missverstanden.
    Wir sind es uns dermassen gewohnt, selber über Sachentscheidungen zu bestimmen, dass wir die Kritik nur schwerlich hinnehmen können.
    Zudem verändert sich für uns hier in der Schweiz aufgrund des vergangnen Sonntags nichts. Vier Minarette stehen bereits und werden auch weiter stehen. Nur wird es keine neue geben, Das ist alles.

    @ Schweizer : Wir sind prinzipiell nur insofern die älteste Demoratie, weil unser Staat seit gut 700 Jahren in den Grundzügen besteht und nie eine Monarchie oder Diktatur als Regierungsform kannte.
    Doch die heutigte Form der Demokratie besteht nicht so lange wie viele es glauben, sondern wurde erst in der Epoche der Helvetik geschaffen (Vom Staatenbund zum Bundesstaat). So hatten die einfachen Bürger vor 1848 bei uns auch nicht mehr zu sagen als in anderen Ländern. Und die Frauen mussten noch über hundert Jahre warten.
    Aber man kann sagen, wir Schweizer haben das wohl älteste demokratische Verständnis. Daher weil „Willensnation“ und weiteren Faktoren.

    • Schweizer permalink
      1. Dezember 2009 20:34

      An die Blogger: Ich habe tatsächlich nur die ersten Zeilen gelesen – bei all den Artikeln und Blogeinträgen, die sich gegen die Volksabstimmung und die direkte Demokratie richten, dachte ich, das sei eine erneute Verurteilung und habe gar nicht erst weitergelesen. Sorry.

      Nichts für ungut.

      @Genussdenker

      Ja, die Helvetik führte eine Art von neuer Demokratie ein – aber die heutige entstand so erst mit der Annahme der Bundesverfassung von 1848, die Helvetik war davor und von aussen aufgezwungen.

      Die Alten Orte mit ihren „Hohen Räten“ oder wie sie halt im jeweiligen Ort hiessen, waren aber von den Bürgern eingesetzt und das war auch Demokratie. In den Untertanengebieten sah es natürlich anders aus – aber das eidgenössische System war ein demokratisches.

      Auch im Alten Griechenland profiterten nicht alle von der Demokratie, sondern zumeist eben die Bürger, zu denen nicht alle zählten. So herrschten z.B. die Bürger von Athen – demokratisch organisiert – über viele andere Gebiete, die aber Teil des Staates waren.

      Gruss

  17. normanno del sud permalink
    1. Dezember 2009 20:09

    faschisten wie islam?????

    beweis nr 1

    beweis nr 2

    • Ukhtii permalink
      13. Dezember 2009 12:19

      Das ist doch eine Verarsche!! Jeder kann so was anziehen und dann „Scheiße“ machen!
      Ich meine, ein Mann kann sich auch sowas überziehen!!!
      Denkt mal logisch nach!! Außerdem würde vernünftigerweise solche frauen zu hause spaghetti essen, wenn sie kein gesichtsschleier tragen!

  18. 1. Dezember 2009 20:38

    Mit sooo viel Sarkasmus kann ich leider nichts anfangen. Aber wenn man es vorher weiss, dass alles nur sarkastisch gemeint ist, ist es ein gute Seite 😉

    Ein Schweizer Gruss:
    Schööööööne Obig 😉

  19. 1. Dezember 2009 20:51

    Die Schweizer haben recht !!!!!!
    Auch in Deutschland sollte es einen Baustopp für Minarette geben !
    Die Islamisierung Europas muß gestoppt werden !!
    Denkt an unsere Kinder !!!

  20. protostomia permalink
    1. Dezember 2009 23:32

    Ich finde den Artikel gelungen 🙂

    Die meisten Kommentare jedoch zeigen, die Annahme, dass ein jeder intelligent ist, gilt es schleunigst zu verwerfen.

    Hochachtungsvoll, ein Schweizer

    PS: Habe brav „Nein“ geschrieben, will ja kein Faschist sein 😛

  21. 2. Dezember 2009 00:11

    Ich muss ja mal sagen: Guter Artikel. Respekt.

    Da habe ich aber auch noch was gefunden, was vielleicht für Euch interessant sein könnte…

    http://danou.wordpress.com/2009/11/30/schweiz-volksabstimmung-schweiz-zum-minarett-verbot/

    danke fürs lesen, da gibts noch wesentlich mehr nachdenklich kritischen Content…

    grüße
    danou

  22. 2. Dezember 2009 00:28

    Menschenrechte sind überstaatliche Rechte, sie gehören zur Natur des Menschen, es sind natürliche, angeborene Rechte und über diese kann nicht abgestimmt werden. Über die öffentliche Religionsausübung darf man nicht verhandeln…
    Sonst steht man immer hinter den Menschenrechten doch wenn es um den bösen Islam geht, da verliert so mancher seine Glaubwirdigkeit.

    http://bloggenstattblocken.wordpress.com/2009/12/01/zum-schutz-des-volkes/

    • Z wie Zonk permalink*
      2. Dezember 2009 00:56

      Die Frage ist doch, ob das Fehlen eines Turms die Religionsausübung einschränkt, öffentlich ist keine notwendige Eigenschaft dieser.

      Gruß

      • 2. Dezember 2009 17:32

        Zu der Architektur einer Moschee gehört ein Minarett. Schon immer wurden Moscheen mit Minaretten gebaut. Früher, da ermöglichte ein Minarett aufgrund der Höhe, dass der Gebetsruf so viele Leute wie möglich erreichte. Die gute Sichtbarkeit erleichtert den Muslimen schnell das Gebetsort zu erkennen.
        Was ist schon etwas Wert wenn man es nicht öffentlich ausleben kann ? Bisher haben unsere Großeltern und Eltern in den „Hinterhof Moscheen“ in alten Fabrikgebäuden gebetet. Doch wir die junge Generation sehen uns als Teil dieser Gesellschaft und nehmen Deutschland/Schweiz als unsere Heimat an und wollen ganau so wie alle anderen Religionen auch ordentliche Gebetshäuser, in die man gerne geht und die auch wirklich so aussehen wie eine Moschee und nicht den alten Fabrikgeruch in sich hält. Jetzt kommt mir nicht an mit „Minaretts symbolisieren den Machtanspruch des Islam“ und so…. weiss nicht wer das erfunden hat aber der muss wirklich sehr viel Phantasie gehabt haben.

    • Charlotte permalink
      5. Dezember 2009 14:14

      Stimmt. Fangen wir also an, über die verfolgten koptischen Christen in Ägypten, das Verbot von Kirchenbauten in der Türkei und das Verbot des Christentums in Saudi Arabien zu reden.

      Zwischen 200 und 250 Millionen Christen werden weltweit in etwa 50 Ländern verfolgt, allein 2008 wurde 175.000 Christen aufgrund ihres Glaubens getötet. Die Zahlen belegten, dass Glaubensverfolgung vor allem Christenverfolgung ist.

      • 5. Dezember 2009 16:30

        Christen sind die am häufigsten verfolgte religiöse Gemeinschaft, das stimmt. Und daraus sollte man auch Schlüsse ziehen dürfen, ohne von Totschlagargumenten überrannt zu werden.

        Gruß, Z wie Zonk

  23. Moof permalink
    2. Dezember 2009 00:42

    Echt doof, dass die Schweizer gegen Minarette gestimmt haben. Ich glaube, die Muslime bringen frisches Blut und junge Gedanken nach Europa, ohne die es noch eher alt, zahnlos, aussterbend und langweilig wäre. Sollen sie mit dem Allah kommen, ist immerhin was für Europa neues und unverbrauchtes.
    Ich werde in der Schweiz aber gleich welcher Volksentscheide ein besseres Land, als Deutschland es ist, sehen. Deutschland ist sehr moralisch, ja, mittlerweile, doch das bringt ihm am Ende auch nichts mehr. Man könnte sagen: „Soll es an seiner (Pseudo-)Vorzeige-Moral ersticken.“

    • 2. Dezember 2009 08:26

      Ja, wahrlich eine wahre Bereicherung. Alle Schweizer und Kartoffeldeutschen sind ja von Grund auf langweilig.

      Wenn es dir hier zu langweilig ist, warum ziehst du dann nicht in den Iran? Die Leute gehen zur Zeit dort recht gerne zu Massenfesten um der ach so tollen islamischen Regierung zu huldigen.

      Ich möchte mal wirklich wissen, was denn so toll am Islam ist. Muslime, als Menschen, sind mir willkommen, aber ihre Steinzeit-Religion sollte entweder draussen bleiben oder mal anständig reformiert werden. Doch wie viele wissen ist diese Religion leider nicht reformierbar. Wenn man sie umformt dann müsste man daraus quasi eine neue Religion machen, so wie es die Bahai getan haben.

      • Canan Basol permalink
        2. Dezember 2009 14:18

        „Ich möchte mal wirklich wissen, was denn so toll am Islam ist.“ Dann würde ich dir einfach mal vorschlagen dich mit dem Islam auf eine vernünftige Art und Weise auseinanderzusetzen, statt hier (wie das Zitat zeigt) ahnungslos zu tun, als wüsstest du ja doch etwas über den Islam und inhaltsloses Gerede von dir zu geben.
        Interessierte Leute-egal welcher Konfession-sind immer herzlich willkommen, aber mit Vorurteilen, die so bodenlos sind, können wir leider nichts anfangen.
        Danke.

  24. Schnetzler Ferdinand permalink
    2. Dezember 2009 11:44

    Ich bin selbst schweizer, seit Geburt. Wollte die schweizer Staatsbürgerschaft auch schon mal ablegen. Warum: Weil ich ein Rückenleiden habe, deshalb einen Vorbehalt bei Versicherungen und darum Nachteile. Trotzdem musste ich bis zu meinem 45 Altersjahr jährlich ca. 3% meines Einkommens zusätzlich Militärpflichtersatzsteuer bezahlen, weil ich als männlicher Eidgenosse nicht ins Militär gehen konnte. Wenn ich Gesund wäre, hätte ich bis jetzt einen nicht unwesentliche 5 stelligen Frankenbetrag ansparen können. Ich, meine Frau und die meisten unserer Freunde haben anders abgestimmt, wir sind seit längerer Zeit, regelmässig bei eidg. Abstimmungen auf der Verliererseite. Ich finde es nicht toll, wenn ich als Scheiss Schweizer abgestempelt werde. Ich und viele andere in diesem Land schämen uns einmal mehr für die Dummheit, Arroganz und menschenfeindlichkeit der mehrheit in diesem Land insbesondere für die SVP. Diese Partei und alles was damit zu tun hat ist für uns schon lange nicht mehr wählbar. Ich kann sehr gut untescheiden zwischen Islam und fanantikern. Vieleicht sollte man auch ein Intitiative starten (reisst die Kirchen, Moscheen, Synagogen und wie sie alle heissen nieder, nicht ernst gemeint). Der Vollständigkeit wegen müssten die Kirchtürme verboten werden und ein Ausreiseerlaubnis dürften nur noch die schweizr erhalten, welche gemäss humanistichen, menschlichen, ethischen Gedanken abstimmen. Ich bin auch dafür, dass man die schweizer die an die Urne dürfen zuerst einem Inelligenztest unterziehen sollte, darin müssten ethische, moralische, menschliche Werte sowie ein IQ von mind. 120 erzielt werden. Ich, meine Frau und die meisten unserer Freunde würden diese Anforderungen erfüllen. Leider zu wenige Schweizer. Anhand dieses Textes, wisst ihr alle gleich, wie ich in der Intitiative „Keine Waffenexporte“ gestimmt habe. Alles klar!!!

    • max permalink
      2. Dezember 2009 15:43

      Mein lieber Mitbürger, nachdem Du leider nicht mitgeteilt hast, was Dich von Deiner heroischen Tat der Steuervermeidung abgehalten hat: jetzt wäre doch die Möglichkeit, ein Zeichen zu setzen. Wandre doch demonstrativ aus! Das zeigt Wirkung. So ein bisschen fremdschämen (auch wenn’s so wohlig gut tut), das bringt doch nichts. Also, Vögelein, flieg, flieg….

  25. 2. Dezember 2009 16:07

    @Canan Basol:
    Ich habe mich schon ziemlich viel mit dem Islam auseinandergesetzt. Aber wenn du ja so gute Ratschläge hast, kannst du mir ein konkretes Beispiel machen wie:

    – ich mich vernünftig mit dem Islam auseinander setze

    und

    was hast du genau mit „Vorurteile“ gemeint, kannst du ein Beispiel meiner „Vorurteile“ zeigen? Ich bin nicht Kritikunfähig, wenn du mich also auf den rechtgeleiteten Pfad führen kannst, wäre ich dir sehr dankbar.

    • Canan Basol permalink
      2. Dezember 2009 16:31

      Na ja,ich denke nicht,dass du dich wirklich mit dem Islam auseinander gesetzt hast. Außerdem kann ich in meinem Kommentar keine Stelle finden, in der ich meine gute Ratschläge zu haben, ich sage lediglich meine Meinung.

      Vernünftig mit dem Islam auseinandersetzen; damit meine ich,dass man sich mit dem Islam ohne Vorurteile oder vorgegebene Sichtweisen befassen soll!

      „Steinzeit-Religion sollte entweder draussen bleiben oder mal anständig reformiert werden.“ Ich als Anhängering der „Steinzeit-Religion“ sage dir an dieser Stelle nur noch einmal, dass man sich mit etwas beschäftigen sollte, bevor man darüber spricht!;)
      Das war’s an Kommentaren von mir hier, im Notfall muss man mir ne Mail schreiben. Ah nein, wir Steinzeit-Menschen kennen sowas wie Internet ja gar nicht,tut mir leid!

  26. 2. Dezember 2009 18:38

    @ Taner Beklen:
    Wenn ein Minarett eine Moschee ausmacht weiss ichauch nicht weiter… Oder willst du mir damit sagen, dass das Gemeindezntrum, indem ich bete, kein Gotteshaus ist, weil ein Turm fehlt und es früher auch Fabrikgelände war (die Kantine hat man vor ein paar Jahren endlich rausgerissen…). Eine Moschee ist doch nur eine Verzierung, oder sind von den ca.130-140 Moscheen in der Schweiz keine Moscheen, da sie kein Minarett haben?

    Ich weiss nicht wie es dir geht, aber ich kann zu meinem Gott vor dem PC, im Pendelverkehr und in der Kirche ohne Turm begegnen. Kannst du dass als Moslem nicht?

    • 3. Dezember 2009 12:37

      Ich habe nicht behauptet, dass ein Minarett eine Moschee ausmacht. Du fragst mich die ganze Zeit warum Moscheen Minaretts haben müssen. Warum denn nicht? Warum besteht ihr darauf, dass keine Gebaut werden? Symbol eine Machtanspruchs? Jaaaaaa, immer diese absurden Spekulationen…..

      Klar kann ich meinen Glauben ohne eine Moschee praktizieren, weil ich nicht immer Zeit habe in eine zu gehen. Aber zum Islam gehört eine Moschee und zur Moschee ein Minarett. Heute verbieten sie uns Minaretts, morgen die Moscheen weil man ja „zu Gott auch ohne beten kann“.

      Es gibt so viele hohe Gebäude… Stellen diese etwa auch ihren Machtanspruch da. Wenn Sparkasse ein höheres Gebäude hat als die Postbank bedeutet das das die Sparkasse hier ihren Machtbereich hat. Sagt mal, glaubt ihr eigentlich selbst den Schrott was ich behauptet?

  27. 2. Dezember 2009 18:43

    @Mods: Warum erscheint Taner Beklens Beitrag nicht? Bei meinen Kommentaren im Dashboard wurde er angezeigt…

    @Taner Beklen:
    Ich weiss nicht wie man darauf kommt, dass ein Minarett ein Menschenrecht sein sollte. Falls es so wäre hätten wir für die 400`000 Moslems in der Schweiz sicher schon 40 Minarette, da dies aber nicht so ist, schliesse ich daraus, dass dies auch nicht so wichtig sind. Ich selbst als Christ gehe ja auch in eine Kirche ohne Kirchenturm und kann ohne Kirchenturm zu meinem Gott beten.
    Ausserdem erwarte ich auch von Moslems in der Schweiz, dass sie sich an unsere (christlichen) Werten orientieren. Ich gehe ja nicht in die Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) um die Bibel mit dem Neuen Testament zu verteilen. Denn das darf ich nicht, in den VAEs ist nämlich die Bibel, Kirchen und Christen verboten…
    In diesem Teil der Welt wir mir sogar mein Glaubensbuch und mein Glauben verboten, in der Schweiz wird weder der Islam noch den Koran verboten.

    • 3. Dezember 2009 12:44

      Ich verstehe dich nicht. Seit wann messen sich die Europäer an den Arabern? Wir sollen uns an den christlichen Werten orientieren? Hahahaha, wo leben wir eigentlich. Ich glaube du denkst auch wir leben in den VAE oder? Europa plädiert an den Orient und an China Menschenrechte einzuhalten und den Minderheiten toleranz zu bieten, aber einige Europäer selbst hier wollen mit ihren Minderheiten so umgehen nach dem Vorbild der arabischen Welt. Oh man… wie tief kann man sinken?

      Wenn dir im arab. Raum deine Religion verboten wird (das stimmt zwar so nicht, aber egal) dann deswegen, weils da keine Menschenrechte etc gibt. wollen wir sie jetzt auch abschaffen oder was? Den Orient verachten, weil sie „Steinzeitmenschen“ sind dann aber im eigenen Land mit Menschen so umgehen wollen wie sie es auch tun… ist nicht glaubwürdig.

  28. nwr permalink
    2. Dezember 2009 18:49

    Wenn sie ihre ursprüngliche Religion in ursprünglicher Weise ausleben wollen und ihnen das demokratische Plebiszit mißfällt, sollen sie in den Orient gehen. Ich habe sie nicht ins Land geholt und auch kein Verständnis dafür, daß diese Gäste ihr angebliches Menschenrecht des Turmbaus einfordern.

  29. 2. Dezember 2009 20:19

    Guter Artikel! Zur Passage „War das so schwer oder sind die Schweizer vielleicht einfach zu blöde?!“ muss gesagt werden: Eine Demokratie lebt von der Mehrheit. Und diese kann durchaus blöde sein. Sollten diese Entscheide dieses Land ins Verderben führen, so ist dies zumindest von der Mehrheit herbeigeführt worden. Ich selbst bin auch abstimmen gegangen und muss jetzt der Presse entnehmen, dass ich offenbar total blöde und rassistisch bin. – Gerade hier sehe ich ein Problem: Der Begriff „Rassismus“ wird von schlechten Verlierern derart überstrapaziert, sodass seine ursprüngliche Bedeutung verwässert wird.

  30. 2. Dezember 2009 21:27

    Hallo Nikita..

    ich habe Deinen Kommentar in meinem Blog freigeschaltet. Den zweiten identischen habe ich mir erlaubt zu löschen.

    Ergänzen möchte ich hier noch, dass hinter der ganzen Minarett-Initiative ein viel grösserer Schlachtplan der Initianten (gestartet 2006) steckt – zumindest meiner Meinung. Dies erkennt man auch sofort an den Aussagen derer nach der Annahme der Initiative:

    „Im weiteren soll das Freizügigkeitsabkommen mit der EU gekündigt und neu verhandelt werden.“

    2011 sind Wahlen in der Schweiz. Und nun werden die Massen darauf vorbereitet. Und da ist jedes Mittel recht. Auch jede Propaganda. Mit gefälschten Statistiken, mit Schwarzen Schafen, Schwarzen Minaretten, Schwarzen Menschen, die nach Schweizer Pässen greifen, Stammtischparolen, Halbwissen und Desinformation.

    Darf ich eine Art „Verschwörungstherorie“ äussern? Ich könnte auch eine Wette anbieten oder sie so formulieren:

    Vorgeschichte:
    Bei der Gesamterneuerungswahl des Bundesrates am 12. Dezember 2007 wurde Christoph Blocher nicht wiedergewählt. Er unterlag im zweiten Wahlgang seiner SVP-Parteikollegin Eveline Widmer-Schlumpf (115 gegen 125 Stimmen, bei einem absoluten Mehr von 122 Stimmen). Als Widmer-Schlumpf nach eintägiger Bedenkzeit die Annahme der Wahl erklärte, stand Blochers Ausscheiden aus dem Bundesrat zum 31. Dezember 2007 endgültig fest. Am 27. November 2008 nominierte die SVP-Fraktion Christoph Blocher und Ueli Maurer als Kandidaten (Doppelticket) für den durch den Rücktritt Samuel Schmids freigewordenen Bundesratssitz. Er wurde an der Bundesratswahl vom 10. Dezember 2008 jedoch nicht gewählt.

    Vorher war er nicht nur im Bundesrat, hatte das Justiz- und Polizeidepartment inne, sondern trat auch noch gleichzeitig als Regierungsmitglied wie auch als Oppositionsführer seiner Partei auf. Diese Machtstellung ist einmalig in der Schweizer Geschichte. Sie endete aber wie oben beschrieben.

    Da Evelyn Widmer-Schlumpf nach ihrer Wahl nicht als Einzelperson von der Partei ausgeschlossen werden konnte, forderte die Partei sie zuerst auf vom Bundesratposten zurückzutreten. Wäre das nicht der Fall, so würde man die gesamte Kantonalpartei Graubünden ausschliessen. Daraufhin schloss sich die Kantonalpartei Graubünden, der BDP an – zusammen mit Widmer-Schlumpf, welche durch den Bundesratssitz auch das Justiz- und Polizeidepartment „erbte“.

    Zählt man nun als Aussenstehender kurz 1 und 1 zusammen, betrachtet die aktuelle Situation, so könnte man zur Vermutung kommen, dass die Strategie der Partei auf ein Ziel hinausarbeitet: Rückkehr von Christoph Blocher (oder Toni Brunner) in den Bundesrat (erneute Sprengung der Zauberformel) durch erhebliche Stimmenmehrheit bei den Wahlen 2011 und erreichen einer deutlichen Mehrheit im Nationalrat. (wie bei den Bundesratswahlen 2003).

    Wetten dass?

    Gruss PeterPan

    PS: Christoph Blocher war übrigens im Mai diesen Jahres in Athen bei der „Bilderberg-Konferenz 2009″ – das erste Mal. Zusammen mit Daniel Vasella (Chef von Novartis (Tamiflu)) und Michael Ringier (Verwaltungsratspräsiden Ringier Holding AG, Grösster Zeitungsverlag der Schweiz).

  31. 3. Dezember 2009 20:00

    @Taner Beklen: Ach ja, ich verachte den Orient nicht. Ich verachte nur einzelne Sachen wie zum Beispiel die Steinigung oder die Beschneidung der Frau (obwohl es nicht vom Islam kommt verachte ich dies auch). Aber ob ich nun den Orient verachte oder nicht, spielt keine Rolle. Die Minarettiniative ist in der Schweiz und wenn Migranten in unser Land kommen, dann sollen sie sich doch wie Gäste benehmen und nicht das, was im Orient praktiziert wird, in die Schweiz bringen.

    Ich will ja auch nicht in den Orient gehen, um dort unsere Schweizer Sitten zu verbreiten, da ich denke, dass das nicht meine Aufgabe ist. Aber ich möchte schauen, dass wir unsere Kultur weiterpflegen, und nach meiner persönlicher Ansicht gehört kein Minarett in unsere Kultur.

    Gruss
    Hermes

  32. Xianyue permalink
    3. Dezember 2009 21:25

    Nun ja, man kann immer alles vereinfachen und pauschalisieren. Es ist ja nicht so, als hätten wir das Verbot mit einem Ja-Anteil von 99% und einer Wahlbeteiligung von 99% angenommen. Übrigens habe ich „nein“ gesagt letzten Sonntag. Und im Übrigens gings den wenigsten um Minarette, sondern um Ausländer allgemein und dass sie sich gefälligst anzupassen haben. Sieht man ja schon bei der Elephantenrunde letzten Donnerstag. Über was reden sie? Über den Islam oder Minarette? Nein, über die bösen deutschen Einwanderer und die böse Personenfreizügigkeit (von der angeblich auch böse Landesverräter profitieren, in dem sie die Schweiz verlassen). Ob es das besser macht, weiss ich allerdings nicht wirklich.

  33. kuddels permalink
    4. Dezember 2009 14:38

    Schafft doch endlich die Religionen ab.
    Ergebnis:Keinen Streit,worüber auch.Keine Kriege mehr,keine religiösen Morde mehr,u.s.w. u.s.w.

  34. Alarich permalink
    4. Dezember 2009 17:43

    Sehr schöner Artikel – obwohl man angesichts dieses Sarkasmus doch starke Zweifel hegt, auf wessen Seite der Autor nun tatsächlich steht.

  35. 5. Dezember 2009 17:59

    Kuddels… du bist ja süß. Magst du knuddels.de so gerne und bist Legastheniker oder hast du Angst, durch die Islamisierung auf die Flecke (Kutteln) verzichten zu müssen, weil sie nicht halal sind? 🙂

    Aber dein Kommentar ist der geilste von allen hier: Lass dich kuddeln… 🙂

  36. ASDF permalink
    7. Dezember 2009 13:58

    HAHA
    Weisst du eigentlich das die DEUTSCHEN mehr gehasst werden in der Schweiz als die Moslems?

  37. 8. Dezember 2009 21:37

    Yeah, Nikita, this Beitrag rocks!

  38. 9. Dezember 2009 07:26

    wenn man nur 100 kirchen (und moscheen) niederreißen würde, stattdessen obdachlosenheime und schulen drauf bauen würde, hätte man schon mehr für die gesellschaft getan als 200 pfarrer es in den vergangenen 50 jahren getan haben.

  39. 9. Dezember 2009 09:20

    Als erstes finde ich bemerkenswert, wie viele Kommentare Nikitas Beitrag provoziert. Insofern hat er durchaus seine Funktion erfüllt: Er polarisiert (genau wie die Schweizer Volksabstimmung), und weist auf einen Diskussionsbedarf bei dem Thema hin. Leider hat Nikita versäumt, dem Text gewissen humoristisch-ironische Spitzen aufzusetzen: Eine Satire, bei dem man „Achtung Satire!“ drüberschreiben musst, damit sie auch als solche erkannt wird, ist nicht ganz gelungen.

    Dann habe ich auch den Kopf geschüttelt, zu welchen Entgleisungen manche Kommentatoren sich hier hinreißen lassen. Die einen reden von Toleranz und beschimpfen gleichzeitig die, die bei dem Thema nicht ihrer Meinung sind, als Nazis; die anderen reden von christlich-abendlädischen Werten, und wollen Menschen kollektiv in den Orient zurückschicken.
    Hallo? Thema?

    Faktum ist: Die Schweizer wollen keine weiteren Minarette mehr. Minarette wohlgemerkt, nicht Moscheen! Kein Mensch oder kein Gesetz wird in der Schweiz einen Muslim davon abhalten, seine Religion auszuüben. (Ein Recht, das übrigens nicht unbedingt jedem in den muslimischen Staaten gewährt wird.)

    Auch wenn man hierzulande recht schnell mit dem Etikett „Nazi“ zur Hand ist – möglicherweise, um sich selbst (aus einem missverstandenen, kollektiven Schuldgefühl) zu versichern, dass man kein Nazi ist: Die Schweizer sind deswegen nicht gleich Nazis.

    In der Psychotherapie gibt es einen Grundsatz, der lautet: „Es gibt keine falschen Gefühle.“ Entweder man hat sie, oder man hat sie nicht, interessant ist, wo
    sie herkommen. Die Schweizer in diesem Fall scheinen sich in ihrer Identität und Eigenständigkeit bedroht zu fühlen. Und das, obwohl es nicht mal so viele Muslime bei den Eidgenossen gibt. Die Schweizer wollen das eingedämmt wissen, indem die optische Präsenz (also die Minarette) des Fremden, vor dem sie sich irgendwie fürchten, beschränkt wird. Und das sind ja Gefühle, die auch den Franzosen, den Deutschen, den Österreichern oder auch den Italienern nicht fremd sind. Oder?

    OK. Jetzt fragen wir uns mal: Wieso gerade die Minarette? Wieso fühlt sich niemand von Synagogen (bitte jetzt keine Vergangenheitsbeschwörung, danke), buddhistischen Tempeln oder Hindutempeln architektonisch bedroht? Von italienischen Pizzerien, die sich ja in den vergangenen Jahrzehnten heuschreckenartig bei uns ausbreiteten?

    Schuld daran ist teilweise eine alte Islamisierungsangst, die es bei uns seit Jahrhunderten gibt.
    Aber es hat auch ein bisschen damit zu tun, wie sich Muslime bei uns in Europa sehen. Wir sind für sie nicht etwa Andersgläubige, sondern Ungläubige. Und ich halte es für falsch, die Schuld an der mangelhaften Integration von Migranten immer nur uns selbst zu geben. Wie kann es sein, dass Leute, die seit 30 Jahren hier leben, immer noch kaum deutsch sprechen? Sie ein Frauenbild transportieren, das in keinster Weise in Einklang mit unserer freiheitlichen Grundordnung zu bringen ist? Selbstjustitz eines überkommenen Ehrprinzip als ethnische Individualität verkauft wird?
    Ich denke, diese Präsenz des „Wir sind anders und wir bleiben auch so“ ist es auch, was den Leuten Angst macht.
    Vielleicht sollte man diese Diskussion zum Anlass nehmen, vielleicht beide Parteien da etwas mehr in die Pflicht zu nehmen.

  40. 9. Dezember 2009 09:55

    Koarl,
    sollte Sätze sind das Problem:

    „Wir sind für sie nicht etwa Andersgläubige, sondern Ungläubige.“

    Wir und die, und wir wissen genau dass „die“ „uns“ für Ungläubige halten. Wenn die Welt so einfach wäre.

    Ich empfehle folgendes kleines und preisgekröntes Video. Die andere Sicht auf die Dinge:
    http://rufposten.de/daten/xcess/
    via stefan-niggemeier.de

  41. 9. Dezember 2009 13:34

    @genova68: Ich verstehe nicht so recht, was du mit deinen Zeilen willst:

    „sollte Sätze sind das Problem:
    Wir sind für sie nicht etwa Andersgläubige, sondern Ungläubige.“
    Wir und die, und wir wissen genau dass „die“ „uns“ für Ungläubige halten. Wenn die Welt so einfach wäre.“

    Ja, leider. Die Welt ist wirklich nicht so einfach.
    Aber mit exzessivem Toleranzlertum kommen wir auch nicht weiter.

    Ich verstehe übrigens auch nicht, weshalb das Video über einen Münchner Wirt (mit Migrationshintergrund, ja und?) eine andere Sicht auf die Dinge erschließen sollte. Ist es Integration, wenn ich mir jeden Abend eine Russenmütze aufsetze (und mich so als originellen Wirt beweise), meine Gäste Spaß haben lasse (wie es bei einem Amüsierbetrieb angenehm gefällt)? Der Mann ist Wirt, hallo!

    Für mich bedeutet Integration etwa, wenn ich meinen Kindern anständige Bildung und somit Berufschancen in dem Land ermögliche, wo ich lebe. Und dazu gehört u.a. die Beherrschung der Landessprache.

  42. 9. Dezember 2009 13:49

    @genova68: entschuldigung, ich meinte: „…mit deinen Zeilen sagen willst“.

    Aber mir gefällt die Slideshow vom Eberl übers X-Cess übrigens auch gut, keine Frage.

  43. 9. Dezember 2009 13:53

    Mit dem Video will ich sagen, dass das Thema Migration und Integration fast komplett auf Muslime aus der Türkei reduziert wird, die in die Moschee rennen. Es gibt aber viele andere. Das aber siehst du nicht, du redest auch von denen und von uns, als seien das jeweils homogene Gruppen.

    Außerdem wendest du einen beliebten Trick an: Du behauptest, man solle die Schuld an mangelnder Integration „nicht immer nur uns geben“. Wer hat das denn, bitteschön, gemacht? Niemand.

    „Wir sind anders und wir bleiben auch so“. Wenn das „den Leuten“ Angst macht, dann sollen sie zum Arzt gehen. Ich jedenfalls, als autochtoner Deutscher, möchte mir jederzeit das Recht zu diesem Satz herausnehmen.

  44. 9. Dezember 2009 14:30

    Das Video ist vielleicht ein nettes Stück Lokalkolorit der Nachtschwärmer im Glockenbachviertel, mehr leider nicht.
    Sei doch mal ehrlich: Wo hast du in deinem täglichen Leben Kontakt mit Muslimen? In deiner Arbeit? Gehst du mit Ihnen abends weg bzw ist die Schnittmenge Frau/Freundin/Freunde/Bekannte dabei? Hattest du viele Kommilitonen, die Muslime waren?
    Ist dein Gemüsehändler an der Ecke auch ein Gegenbeispiel, weil er immer so nette Witze macht?

    Tu doch nicht so wahnsinnig liberal.

    Das was du einen „beliebten Trick“ nennst, ist leider die Falle, in die wir Deutsche (der dritten Generation nach dem Krieg) nur allzu gerne tappen.
    Da steckt ein riesen Schuldkomplex dahinter. Den die Schweizer nicht haben.

    Ich finde leider auch, Du machts es dir zu leicht, indem du sagst „wenn das den Leuten Angst macht, sollen sie zum Arzt gehen“. Das ist ein Stammtischspruch, sorry, kommt gleich nach „wem das nicht passt, der soll nach Hause gehen“.

    Irgendwo kommen die Ängste her, und man kann sie nicht einfach wegwischen, indem man sagt, die Schweizer seien alles Nazis.

    Keiner verbietet übrigens irgendjemandem, „anders“ zu sein, wie du (als autochtoner Deutscher) sagst. Aber die Schweizer haben nun mal beschlossen, das ihre Schweiz in Sachen Stadtbild so aussieht, wie sie das wollen. Und dieses Recht nehmen sie sich (als autochtone Schweizer). Wozu also die Aufregung?

  45. 9. Dezember 2009 15:46

    Dies ist ein Grundstein der Demokratie – daß das Volk abstimmt, und nicht von oben diktiert wird, was ‚gut‘ und was ‚böse‘ ist.

    Letztendlich wurde hier nicht über eine Religion, sondern über eine architektonische Ausdrucksform abgestimmt. Das ist alles. Es geht um Representation in der Öffentlichkeit.

    Was mich irritiert, ist das Demokratiebewußtsein, was sich in letzter Zeit zeigt. Die Mündigkeit des Volkes soll nun beschnitten werden, wo es nicht ‚richtig‘ abstimmt. Ich erinnere hier an Odo in Star Trek, der zur Demokratie sinngemäß bemerkte: Wer dem Volk die Macht gibt muß auch damit Leben können, daß es sich vermeintlich ‚irrt‘. Wenn ich jedes Mal schreien würde, wenn – meinem Empfinden nach – politisch ‚falsch‘ abgestimmt würde, ich käme aus dem Brüllen nicht heraus.

    Erstaunlich auch: Minarette im öffentlichen Raum sollen in der Schweiz verboten werden = Aufschrei.
    Kreuze im öffentlichen Räumen sollen in Italien verboten werden = wurde das überhaupt zur Kenntnis genommen?

    Ich bin weder Christ noch Muslime. Ich bin Demokrat. Und ich wünsche mir ein demokratisches Europa!

    Heute ausnahmsweise erstaunlich politisch
    grüßt
    Moony

  46. 9. Dezember 2009 16:57

    Koarl,
    ob ich Muslime kenne oder nicht, ist egal. Ich kenne beispielsweise ein Türkin, die Atheistin ist und seit vielen Jahren in Deutschland lebt. Was ist die jetzt? Eine von „denen“ oder eine von „uns“? Und du und ich? Sind wir Teil einer Gruppe? Ich weiß nicht so recht. Menschen neigen dazu, zu kategorisieren. Das ist grundsätzlich ok und notwendig, aber man sollte es sich nicht zu einfach machen.

    Die Abstimmung in der Schweiz zeigt vor allem, dass es dort ein großes Problem mit Feindbildern gibt. Und die weisen immer nach innen. Es stimmt in der Schweizer Gesellschaft einiges nicht, wenn sie bei solch einer Idiotenabstimmung zu 57 Prozent ja sagen. Was genau da nicht stimmt, weiß ich nicht. Vielleicht interessiert dich mein Artikel dazu:

    http://exportabel.wordpress.com/2009/12/04/schweiz-warum-mit-blocher-keine-direkte-demokratie-zu-haben-ist/

    Und warum ist das Video nur Lokalkolorit? Wenn der Türke sagen würde, Allah ist toller als Gott und Christen sind ungläubige, dann wären sofort unzählige Leute da, die sagen würden: „Seht her, so isser, der Türke“. Einer, der aus dieser Rolle fällt, ist Lokalkolorit.

    Hört einfach auf, die Leute zu diskriminieren, so wie es die deutsche Gesellschaft seit zig Jahren mit den Türken macht. Türke ist ein Schimpfwort, alleine die Aufforderung Erdogans, eine türkische Universität in Deutschland einzurichten, wurde als Ausdruck von Islamisierung und sonstwas aufgefasst. Wenn es hier französische oder britische Bildungseinrichtungen gibt, ist alles in Ordnung.

    Oder versuch mal, in einem angesagten Viertel in Berlin mit einem türkischen Nachnamen eine Wohnung auf dem freien Markt zu finden…

    Dein letzter Absatz ist genauso verräterisch: „Die Schweizer“, mannomann. Die dort lebenden 400.000 Muslime gehören auch dazu, ihnen irgendwas einfach zu verbieten, ist Rassismus, kein Städtebau.

  47. McKilroy permalink
    10. Dezember 2009 03:35

    Schon etwas lustig,wenn hier dauernd so geschrieben wird,als hätten die Schweizer die Minarette zum politischen Spielball erklärt.
    Ich darf vielleicht ganz leise an einen gewissen ERDOGAN erinnern:“..die Moscheen sind unsere Kasernen,die Kuppeln unsere Helme,die Minarette unsere BAJONETTE u. die Muslime unsere Soldaten“.
    Ein recht markiger Spruch könnte 70 Jahre zurück aus anderem Munde gekommen sein.
    Ferner immer wieder die Einladung sich doch näher mit dem Quran zu befassen.Ich habe mich eingehend damit befasst,mir ist nur dabei aufgefallen,dass dies mehr einer Eroberungsideologie gleicht,denn einer Religion,wird doch der Kämpfer/Märtyrer laut Paradiesbild bis zur Selbstaufgabe motiviert.Wie ist das mit dem Anerkennen von demokratischen Gesetzen?Ist der Muslim doch per Quran gehalten nur Gesetze die dem Quran entstammen (sharia) anzuerkennen.Vielleicht nehmen sie deswegen öfters unsere Gesetze nicht so ganz ernst.Über Beschneidung von Frauen sagt Mohammed übrigens,man solle sie nicht ZU STARK beschneiden,weil sich das ja für ihre EHEMÄNNER negativ auswirken könnte.Das genügt für viele der verschiedenen Islamrichtungen dies als Gebot zu betrachten mit den bekannten Folgen.Was Khomeini über das Mindestalter zur Teilnahme an Sexspielchen so geäußert hat würde neue Perspektiven für Pädophiele schaffen.
    Um auf die Schweiz zurückzukommen,ich glaube die Schweizer wollten den ISLAMISTEN ein unmissverständliches politisches Signal setzen: BIS HIERHER UND NICHT WEITER.Man müßte von den Entscheidungsträgern in den europäischen Staaten forden,dass endlich über die Inhalte dieser „Religion“ nachgedacht wird.Die Muslime die bei uns leben wollen müssen sich klar von allen Bestrebungen einer Einführung der Sharia distanzieren,unsere rechtstaatlichen Normen ohne Einschränkungen annehmen,heißt unsere Gesetze anerkennen und Alles was so über Eroberung im Quran steht schlicht vergessen.
    Das würde man dann Integration nennen.

  48. 10. Dezember 2009 09:44

    Kilroy,

    das hat Erdogan lediglich zitiert, das hat irgendwer gesagt, der seit Jahrhunderten tot ist. In welcher Absicht Erdogan das zitiert hat, weiß ich nicht, das müsste man klären. Dieses Zitat wird jedenfalls nicht dadurch wahrer, dass es im Internet alle voneinander abschreiben.

    Der Rest deines Beitrages ist der übliche Blödsinn. Lies einfach mal die Bibel genau, und du wirst feststellen, dass es dort genausoviel Gewaltaufrufe gibt wie im Koran. Man kann uralte Bücher nicht einfach heute lesen, ohne sie historisch zu deuten.

    Übrigens: Ausgerechnet die Verteidiger des Schweizer Entscheids reden jetzt von „unserem“ Rechtssystem. Ich glaube, mein Rechtsverständnis unterscheidet sich fundamental von Leuten, die den Bau von Türmchen verbieten. Die wären in autoritären Systemen des Nahen Ostens besser aufgehoben.

    • McKilroy permalink
      10. Dezember 2009 15:54

      Es ist schlicht blauäugig,was sie da von sich geben.Der Hinweis auf die Biebel ist ein beliebtes Argument der Islamisten,wobei sie mir wohl den Hinweis gestatten,dass eben das Neue Testament NICHT diese Gewaltaufrufe beinhaltet und das NT ist DAS BUCH des Christentums.Außerdem kann es auch ihnen nicht verborgen geblieben sein,dass bei uns seit der Aufklärung eine strikte Trennung von Kirche und Staat die Religion von Politik trennt.Ein Prinzip,das von den Islamisten strikt abgelehnt wird.
      Was die Aussagen ERDOGANS betrifft,so waren sie nicht als Zitat verwendet sondern in einer seiner Tiraden gegen die EU gerichtet.Sie versuchen hier eine Ideologie zu verharmlosen deren Kerninhalte der Charta der Menschenrechte Hohn spricht.Ich glaube fest,SIE kennen den Inhalt des unheiligen Quran nicht.Wenn sie ihn schon mit der Biebel vergleichen,dann vergessen sie zu erwähnen,dass ja genau diese Biebel Model gestanden hat und nur um einige sehr „pikante“ Stellen und Regeln erweitert wurde.
      Wie stehen sie eigentlich zum Dogma,dass der wahre Gläubige nur Gesetze anerkennen darf,die auf den Quran basieren,also die Sharia?Dass jeder Muslim,der es vorzieht sich einer anderen Religion zuzuwenden als „vogelfrei“ zu deklarieren ist?Die Stellung der Frau in der Gesellschaft?
      Alle diese Inhalte sind NICHT mit moderner Rechtstaatlichkeit vereinbar.Es würde mich freuen würden sie wieder auf die Misstände in unserem Mittelalter verweisen,ist dieser Vergleich doch nichts anderes als die Aussage,dass der Islamismus eine mittelalterliche Ideologie ist.

    • max permalink
      16. Dezember 2009 11:53

      Zumindest das Staatssicherheitsgericht in Diyarbakir hat gewusst, was der gute Erdogan mit seinem Zitat gemeint hat. Geklärt ist das also. Vielleicht aber wars wieder mal ein Uebersetzungsfehler, wie bei Achmedinijad, der ja auch nur missverstanden wurde, nicht war? Oder vielleicht gebraucht der Gute einfach dauernd Zitate, die er nicht versteht, die aber, und das weiss genova68 dann ganz genau, sicher nicht böse gemeint sind.

  49. kuddels permalink
    10. Dezember 2009 13:46

    Ihr redet alle von Toleranz!!!!!!!!!!!!!Und??????????????Die kannst du doch nur von intelligenten M……………erwarten!!
    Diese Rederei über Muslime und -ausländer kotzt mich an.
    Geht doch mal Abends hier auf die Straße als alter Mann.Der Bürgersteig ist von jungen Ausländern zugestellt,und du fragst höflich vorbeigehen zu dürfen,du wirst SOFORT als ausländerfeindlicher Nazi beschimpft,herrlich!!!!!!!!!!!!!!!!Und wer redet da von Toleranz und Integrität???????????
    Hier wird die zweite Riesenmoschee gebaut und die Christen werden in überwiegend moslimischen Ländern platt gemacht….Toleranz?????????????
    WWOOOOOOOOOOOO!!

    • 10. Dezember 2009 15:03

      Ehrlich gesagt bin ich der Überzeugung, dass die meisten derer, die gegen Ausländer/Moslems wettern, keinerlei Berührungspunkte mit ebensolchen haben wollen, es deswegen tun, und schlicht wie dumm irgendwelchen Mist nachplappern, der von National(sozialistischen) Kadern der SVP, NPD, REP oder FPÖ vorgeplappert wird. Purer Hass eben, der natürlich auch die entsprechend erwünschten Antworten und Konsequenzen nach sich zieht.

      Hier wird so ziemlich alles durcheinandergewürfelt, was auch nur annähernd mit dem Islam zu tun haben *könnte*. Was irgendein jemenitischer, extremistischer Hinterhofprediger mal vor 30 Jahren gesagt hat(auf das selbst damals niemand hörte) wird aufgewärmt, und den sekularen Moslems unter die Nase gerieben… Sie hätten es schließlich zu befolgen, sonst wären sie ja keine richtigen Moslems, also hopp hopp. Darauf werden sie ausgerechnet von denen hingewiesen, die behaupten, gegen Islamistischen Fundamentalismus zu sein. Na prima! Haben wir keine Islamisten im Land, dann züchten wir uns eben welche, und danach verbieten wir schrittweise den Islam und anschließend die Moslems. Hat ja mit den Juden auch prima geklappt. Es gibt kaum noch welche.

      Selbst Problematiken, die nicht dem Islam entspringen, werden von den Hetzern dem Islam zugeordnet. Bei derartigen Argumentationslinien kann man ja gleich die „Protokolle der Weisen von Zion“ in „Protokolle der Weisen von Mekka“ umbenennen. Achwas, es ist viel leichter. Am anderen Ende der Welt sitzen Irre rund um Bin Laden. Das ist Grund genug, die hier lebenden Moslems zu verbieten, insbesondere die friedlichen, denn entweder lügen sie perfide, oder sie sind ja keine richtigen Moslems (s.o.)

      Jeder Krieg beginnt mit einer Lüge, und die Lüge kommt hier eindeutig von den rechten Hetzern. Diskussion nicht nötig, auch nicht gewollt, es geht um die rechtsextreme Ideologie des „Der Moslem ist unser Unglück“, um „Arier oder Türken“, um „Wir oder die“, um die „europäische Volksgemeinschaft“, einen „äußeren Volksfeind“, „Blut und Boden“. Es geht um den Kampf, der in der Rechten ebenso zu den ideologischen Grundlagen gehört, wie Kulturalismus, Chauvinismus und Rassismus.

      Die Wahrheit muss sich dem unterordnen. Ein bisschen Schwund ist ja immer.

      Kurz: Es geht um genau all das, was die Nationalsozialisten groß gemacht hatte. Und es gibt ein Fernziel, das jeder kennt, aber noch kaum jemand ausspricht. Bis auf Ausnahmen:
      http://bazonline.ch/schweiz/standard/Nationalrat-Schlueer-droht-RassismusAnzeige/story/15940478

      Nein, liebe Leute. Das sind keine Demokraten, das sind Faschisten, welche die Demokratie benutzen.

      Die Gutmenschen, die solche Rechtsextremen auch noch verteidigen oder gar durch Beachtung aufwerten, tun mir leid, denn sie sind die ersten, die von ihnen in die Mangel genommen werden.

      • McKilroy permalink
        10. Dezember 2009 17:15

        Genau das habe ich erwartet,wenn man mit Argumenten kommt,wird man als Nationalsozialist beschimpft.Die Argumente werden ins Lächerliche gezogen,ist ja alles nur Spaß und war nie so gemeint.Entweder gehören sie selbst zur besagten Ideologie oder sie sind einer von den links/grünen Mitläufern,die immer das Gleiche herunterleiern ohne sich jemals kritisch mit dieser schädlichen Ideologie beschäftigt zu haben,die weiter die Weltherrschaft predigt.Professioneller Aufreger eben,ohne Substanz.
        Aber wird schon werden,die FAkten werden für sich sprechen und jeden dieser polemisierenden Demagogen Lügen strafen.

  50. 11. Dezember 2009 09:39

    Kilroy,

    AT und NT sind die Bibel. Sagen Sie mir bitte, wann sich die katholische Kirche vom AT distanziert hat, dann stimmen ich Ihnen zu.

    Im AT steht beispielsweise glasklar, dass Homosexuelle zu töten sind. Das ist Gottes Wort. Wer wollte das relativieren? Dass die Kirche das heute nicht mehr aktiv fordert, liegt daran, dass sie in einer aufgeklärten Gesellschaft sonst nicht mehr ernstgenommen würde. Doch der Schoß ist fruchtbar noch.

    Weder die Bibel, noch der Koran sind mit dem Grundgesetz vereinbar. Wäre ja auch komisch bei solch alten Büchern. Deshalb muss man sie modern interpretieren. Also geben Sie den Muslimen eine Chance, die das versuchen. Mit Ihrem undifferenzierten Draufhauen erreichen Sie das Gegenteil.

    Aber meine These ist ja sowieso, dass es in erster Linie um Feindbilder und deren Bedienung geht: http://exportabel.wordpress.com/2009/03/12/nazis-20/

    Nebenbei: Wenn Sie die Bibel so gut kennen, schauen Sie doch mal auf den Deckel und gucken nach, wie sie geschrieben wird.

    • McKilroy permalink
      11. Dezember 2009 17:24

      @genova68
      Das mit dem „e“ nehme ich auf mich,war wohl irregeleitet durch einen zuvor gelesenen Artikel.Das mit dem AT jedoch stimmt SO nicht,für unsere Kirche heute hat das NT Gültigkeit.Der Quran ist nichts anderes als eine Kopie der Bibel und JA,deshalb beinhaltet er auch u.A. den „Homosexuellenparagraphen“,sowie etliche andere Verschärfungen.
      Sie werden mir vielleicht erklären können,wo HEUTE 2009 irgendwo auf dem Planeten ein Homosexueller durch die Kirche zu Schaden kam.Ein ganz anderes Bild zeichnet sich HEUTE in der islamischen Welt ab.Wenn es auch Kleriker gibt,die da meinen zu diesem Problemkreis unbedingt eine Wortspende entrichten zu müssen,dann nimmt in unserem Kulturkreis das niemand wirklich ernst.Andererseits,wenn irgendwelche tollwütigen Imame oder Ajatollahs ihre Wahnvorstellungen von der Kanzel brüllen,dann wird das von vielen Gläubigen blutig ernst genommen.
      Ich bin mir durchaus bewußt,dass man sich bei Thematiken,wie diesen,vor Desinformation in Acht nehmen muß.Nur für ihr Verständnis,ich mußte berufsbedingt viele Jahre die verschiedensten islamischen Staaten bereisen.Ich begann mich aus Interesse mit dem Islam zu beschäftigen und wurde DESHALB zu einem erklärten Gegner dieser „Religion“.
      Da eine ausführliche Beschäftigung mit diesem Thema den Rahmen dieses Forums sprengen würde,lasse ich es lieber,anerkenne ihren Standpunkt,weiche aber von meinem keinen Millimeter ab und bin völlig überzeugt davon,dass mir die Zukunft leider recht geben wird.

  51. 11. Dezember 2009 10:17

    ich finde, das entgleist hier ziemlich.
    Jeder, der die Meinung unserer Toleranzaktivisten hier nicht teilt, wird gleich als Rassist, Faschist, Nazi, Diskriminierer oder Blödsinnreder beschimpft.
    Was sollen diese albernen Parolen?
    Genauso wenig kann ich Erdogans Demagogie als brauchbare Argumente akzeptieren wie das ausgelutschte Stereotyp des bösen Türkenbuben, der auf dem Gehweg nicht ausweicht.
    Und ihr wollt Demokraten sein? Und redet von Toleranz?
    Freiheit ist immer auch die Freiheit des Andersdenkenden.

    Und jetzt nochmal zum Mitschreiben: Die Schweizer stören sich nicht an Muslimen, nicht an „Ausländern“, nicht an Moscheen. Sie wollen einfach keine Minarette im Stadtbild haben.

    • McKilroy permalink
      11. Dezember 2009 17:40

      @daherrkoarl
      Sie haben recht,nur bezüglich Erdogan,kann ich ihnen nicht ganz folgen,denn es IST ernst gemeint und wird von diversen Islamisten auch immer wieder bestätigt.Was den Türkenbuben betrifft,mit dem kann ich leben,die verfehlt tolerante Politik unserer zumeist linken Volksvertreter ist es,die es bis zur Eskalation treiben werden.Ich bin auch überzeugt davon,dass jeder die Freiheit besitzt sich auszusuchen an was er glaubt und sei es noch so hahnebüchern.Wenn aber eine Minderheit beginnt Forderungen aufgrund ihrer „Religion“ zu erheben und der Mehrheit ihre Normen aufzwingen will,dann ist das ein Überreizen der Toleranz und hat mit Freiheit nicht wirklich etwas zu tun.Die Illusion der „Integration“ hat dann noch schlechtere Chancen auf Realisierung.Bedenkt man,dass der gläubige Muslim keine Gesetze anerkennen darf,die nicht auf den Quran basieren,ist die Folge davon,dass sie eben eine Parallelgesellschaft bilden und die Anerkennung ihrer Sharia fordern,in England,Holland und zum Teil Deutschland hatten sie damit auch Erfolg.Ich spreche hier nicht vom strafrechtlich relevanten Teil.Ich bin auch überzeugt davon,dass 90% der Muslime glücklich darüber wären,wenn es zu einer „Aufklärung“ wie im Christentum käme und die diversen „Terrorparagraphen“ ihres Glaubens gestrichen würden,es aber nicht zu artikulieren wagen um sich nicht in Todesgefahr zu begeben (wäre interessant dies in Hinblick auf Menschenrechte zu untersuchen).
      Ich stehe zu meiner Meinung,ich weigere mich es als Bereicherung anzusehen,dass man hier archaische Kulturbestandteile in die unsere hineinzwingen will um es karikiert auszudrücken.Eines der Grundgesetze der Physik besagt: Druck erzeugt Gegendruck.
      Mfg

  52. 16. Januar 2010 08:19

    Sehr guter Artikel. Ganz meine Meinung.

  53. XOXO permalink
    22. Februar 2010 18:27

    scheiss schweizer??!!
    naja. ich denke nicht das minaretts in deutschland legal wären wenn ihr wählen könntet

    !!!!VIELE SCHÖNE GRÜSSE AUS OLTEN!!!!

    ihr sackgesichter

  54. 5. März 2010 09:36

    Netter Post zu dem Thema, der Innovativste denke ich, den ich bis jetzt gelesen habe. War da nicht vor kurzem schon mal ein Beitrag in der Zeit drüber? Gruß von Sighart Löffler

  55. Shuji permalink
    11. Dezember 2011 12:06

    wow beim googlen darauf gestossen, ihr habt probleme, aber das Deutschland damals unter Hitler stand kümmert euch nicht, das es sehr wohl schweizer gab die bei dieser Abstimmung gegen ein Minarettverbot gestimmt haben.
    Aber das ist ja egal.
    Wir haben wegen der Idioten im Land ein Minarett-Verbot, also sind alle schweizer schlecht.
    Sagen wir mal Leute aus Libyen (oder wie man des schreibt) sind alles Arschlöcher, sie standen ja unter Gadafi der zwei Schweizer (omg is ja egal sind ja nur schweizer) gefangen gehalten hatt weil sein Idioten Sohn in der Schweiz Scheisse baut und er nun halt einsitzen musste.
    Deutschland is auch alles scheisse, sie standen mal unter Hitler, jetzt unter Merkel. Damals alles Nazi’s nun alles Hässlichkeiten JAWOHL
    Ein beispiel = alles arschlöcher! so geht Politik!!
    Du hast echt keine Ahnung vom Leben. Geh erstmal in den Kindergarten und werd auch Geistig mal älter.

    Schöne Grüsse
    Shuji (natürlich ein nickname), seine Mutter, seine Schwester und liebe grüsse vom Tunesischen Stief-Vater.

  56. *Facepalm* permalink
    27. Januar 2012 11:51

    Nur weil man diese hässlichen Gebäude aus unserem Land entfernen will ist man noch lange nicht ausländerfeindlich… Sie können und dürfen weiterhin Moscheen bauen und die 3 vorhandenen Minarette nützen, somit sind sie in keinster Weise eingeschränkt.Das die Schweizer mittlerweilen den Ausländern kritisch gegenüberstehen kann man verstehen. Es gibt fast keinen tag an dem ich nicht von einem Türken oder ähnlichem getier wegen blossem vorbeilaufen dumm angemacht werde!
    Die Schweizer sind nicht ausländerfeindlich.Auch wenn man allen grund dazu hätten. Jeder 5te Bewohner der schweiz ist Ausländer. Und diese 20% verüben 50% aller Straftaten! Ich denke im überigen nicht das man die Schweiz bezüglich des Minaret-Verbots „umstimmen“ kann, denn das währe ein wiederspruch zur Neutralität meines landes.

  57. En weiterer Schweizer permalink
    20. Februar 2012 21:40

    Unglaublich wie gewisse menschen über sowas reagieren, ich sag nur eins:
    Probiert mal eine Kirche in einem Islamischen Staat zu bauen !!! Ziemlich unmöglich !!!Und dann sagt man der schweizern nach sie seien Rassistisch !!! Ich denke ihr in Deutschland habt genug Scheisse um das Ihr euch kümmern müsst.

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