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Karzai: Yes I can!

17. November 2009

Yes we can! So und nicht anders heißt neuerdings der Leitspruch all derer, deren Erfolg ihnen keiner zugetraut hätte und die es dennoch geschafft haben! Mit vollem Einsatz gelang ihnen das scheinbar Unmögliche.

Yes we can! Hamid Karzai ist der neue, demokratisch gewählte Volkstyrann der Afghanen!

Auch der erste schwarze Präsident Amerikas – wer hat das jemals ahnen können? Ein Glücksfall! Nur hat sich Obama, der sich ebenso wenig zum Präsidenten eignet – ja wie er sich grundsätzlich zu einem fähigen Politiker eignet, leider als herbe Enttäuschung „herausgestellt“. Entgegen all seines Vorwahl-Gefasels und den unbegründeten Hoffnungen, zu denen es viele verleitet hat.

Demgegenüber packt Karzai die Dinge da wesentlich agiler beim Schopfe. Und so hat er sich sein eigenes kleines, aber dafür ganz privates „Yes I can!“ erfüllt. Denn in Wirklichkeit steht dieses „Yes we can!“ für all das, was man ungeniert vor der Wahl verspricht, um es nach ebendieser mit ebenso pathetischen Worten, Appellen und unzähligen Erklärungen abzutun („blablabla, war nicht abzusehen…“, „blablabla, ungünstige Ausgangssituation…“). Der „gute“ Karzai hingegen braucht nicht einmal mehr etwas zu erklären! Er hat sich bereits seine Legitimation beim Volke – oder so ähnlich – abgeholt.

Böse, böse Taliban – haben keine demokratischen Wahlen zugelassen, haben das Volk betrogen und jede Menge Restriktionen zum Schutze der vermeintlichen Moral beschlossen. Bei Karzai ist hingegen alles anders – oder eben doch so ähnlich?! Aber Nein, gewaltige Unterschiede, denn anstatt eines Turbans trägt Karzai einen lustigen Filzhut!

Na ja, der „gute Demokrat“ Karzai ist die freundliche US-Handpuppe nun nicht und regiert dennoch – irgendwie doch – von Obamas Gnaden.

Diesem Tandem ist der Erfolg bereits jetzt sicher. Wenn nicht bei der Befriedung Afghanistans, so doch dafür im kreativsten „Erklären“ (Vertuschen) dieser Farce und der doppelten Standards, die sie nach sich zieht. Sind freie Wahlen für eine Demokratie überhaupt von Nutze – wenn jeder eh weiß wer als „Sieger“ aus dieser hervorgeht? Und in Afghanistan ist das keine bloße Floskel.

Taliban oder nicht, wie man die Politik im eigenen Land gestaltet ist gar nicht so wichtig, wenn man erst als „guter Volksdemokrat“ gilt, wird man in die Weltgemeinschaft aufgenommen. Bei schwerwiegenden Verstößen, da wird schon mal ein Auge (oder drei) zugedrückt – unter Freunden versteht sich. Und Obama gratuliert einem zum „Wahlerfolg“. Bei Kim Jong Il macht er das merkwürdigerweise nicht.

Schon früher bereits pflegten die Vereinigten Staaten von Amerika Diktatoren nicht nur zu stürzen, sondern dabei auch neue einzusetzen, wie beispielsweise Batista in Kuba.

Und damit steht fest, um eine „gute“ Demokratie aufzubauen muss man den so genannten „Schurkenstaat“ nicht etwa umgestalten oder den Bürgern Freiheiten einräumen. Die USA müssen den Diktator einfach stürzen und einen neuen (mit US-Dollar-Unterstützung) selbst an die Macht bringen. Dann ist dieser verpflichtet, lediglich am Anfang ein wenig Zustimmungsnicken in Richtung der USA abzuleisten und schon darf er unterdrücken und die Wahlen fälschen wie er lustig ist – er ist ja nunmehr ein „guter“ Demokrat!

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